Historie
Unter den Tänzen, die die Freude über den Weide- und Ackerertrag ausdrückten, war der seinerzeit berühmteste der Schäfersprung in Bretten. Am 10. August, dem Laurentiustage, versammelten sich die Schäfer unter dem Klang der Schalmeien in ihrer Zunftherberge, um von da mit Hirtenstäben auf der Schulter zur Kirche zu ziehen.
Nach dem Gottesdienst taten sie sich bis gegen Abend in ihrer Zunftstube gütlich. Dann aber liefen auf einem eine halbe Stunde außerhalb der Stadt gelegenen Felde die Meistersöhne und Meistertöchter paarweise – jene nach einem buntbebänderten Lamm, diese nach einem seidenen Halstuch – barfuß um die Wette. Der Tag schloss in der Herberge mit Spiel, Tanz und Gesang. Ein ganzer Spiel- und Tanzzyklus wird von der historischen Schäfergruppe aus Bretten bei allen Festen dargeboten.
Der Brettener Barde
Seit über 30 Jahren sorgt Thomas Rothfuß singend und musizierend mit seiner Laute für Gemütlichkeit und heimelige Atmosphäre – nicht nur im großen Schäferlager während des berühmten Peter- und Paulfestes in Bretten, sondern auch bei vielen anderen historischen Veranstaltungen. Balladen, Liebesklänge heiteren und besinnlichen Inhaltes, Lieder der Zünfte, der Landsknechte oder des fahrenden Volkes sowie alte volkstümliche Weisen bilden sein Repertoire als „Brettener Barde".
Historische CD: „Wenn alle Brünnlein fließen"
Anlässlich des 500-jährigen Peter- und Paulfest-Jubiläums veröffentlichte Thomas Rothfuß als Schäferbarde eine historische CD mit längst vergessenen Volksliedern: „Wenn alle Brünnlein fließen" – ein klingendes Stück Brettener Stadtgeschichte.
Impressionen